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Externe Promotion: Voraussetzungen, Ablauf und Tipps

Alles über die externe Promotion in Deutschland – Voraussetzungen, Unterschiede zur internen Promotion und praktische Tipps für externe Promovierende.

Dr. Johannes Weigl Aktualisiert am 30. Januar 2025

Was bedeutet externe Promotion?

Eine externe Promotion bedeutet, dass Sie Ihre Dissertation außerhalb einer Universität oder eines Forschungsinstituts anfertigen. Sie sind nicht als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt, sondern promovieren in der Regel neben Ihrem regulären Beruf. Die Betreuung durch einen Doktorvater oder eine Doktormutter an einer Universität bleibt dennoch verpflichtend.

Diese Form der Promotion wird in Deutschland immer beliebter – besonders unter Berufstätigen, die sich weiterqualifizieren möchten, ohne ihre Karriere zu unterbrechen.

Externe vs. interne Promotion

Interne Promotion

Bei einer internen Promotion sind Sie an einer Universität oder einem Forschungsinstitut angestellt, meist als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Sie arbeiten eng mit Ihrem Betreuer zusammen, nehmen an Kolloquien teil und sind in den Forschungsalltag eingebunden.

Externe Promotion

Als externer Promovierender arbeiten Sie weitgehend selbstständig und eigenverantwortlich. Der Kontakt zum Betreuer ist lockerer, die zeitliche Flexibilität dafür größer. Sie bestimmen selbst, wann und wo Sie an Ihrer Dissertation arbeiten.

Vor- und Nachteile der externen Promotion

Vorteile:

  • Volle zeitliche Flexibilität
  • Weiterführung der beruflichen Karriere
  • Finanzielle Unabhängigkeit durch Berufstätigkeit (mehr dazu unter Promotion Kosten)
  • Praxisnahe Themen möglich

Herausforderungen:

  • Höherer Bedarf an Selbstdisziplin
  • Weniger direkter Austausch mit dem Betreuer
  • Isolation von der akademischen Gemeinschaft
  • Längere Promotionsdauer möglich

Voraussetzungen für eine externe Promotion

Formale Voraussetzungen

Die formalen Voraussetzungen unterscheiden sich nicht von einer internen Promotion. Sie benötigen in der Regel einen Master-, Diplom- oder Magisterabschluss. Einige Universitäten ermöglichen unter bestimmten Bedingungen auch die Promotion mit einem Bachelorabschluss oder dem Diplom einer Fachhochschule.

Zulassungsverfahren

Jede Universität hat eigene Promotionsordnungen, die das Zulassungsverfahren regeln. In der Regel müssen Sie ein Exposé einreichen, einen Betreuer finden und von der zuständigen Fakultät angenommen werden.

Externe Promotion vom Home Office aus

Der Ablauf einer externen Promotion

Phase 1: Vorbereitung

Themenfindung, Literaturrecherche und Exposé-Erstellung bilden den Grundstein. In dieser Phase sollten Sie auch aktiv nach einem passenden Betreuer suchen.

Phase 2: Zulassung

Nach der Zusage eines Betreuers bewerben Sie sich formal bei der Fakultät. Die Zulassung umfasst die Prüfung Ihrer akademischen Qualifikationen und Ihres Exposés.

Phase 3: Forschung und Schreiben

Die eigentliche Arbeit an Ihrer Dissertation. Als externer Promovierender organisieren Sie sich weitgehend selbst. Regelmäßige Treffen oder Videokonferenzen mit Ihrem Betreuer sorgen dafür, dass Sie auf Kurs bleiben.

Phase 4: Einreichung und Begutachtung

Nach Fertigstellung reichen Sie Ihre Dissertation bei der Fakultät ein. Zwei oder mehr Gutachter bewerten Ihre Arbeit.

Phase 5: Disputation

Die mündliche Verteidigung Ihrer Dissertation findet vor Ort an der Universität statt. Nach erfolgreichem Bestehen wird Ihnen der Doktorgrad verliehen.

Präsenzpflichten für externe Promovierende

Wie viel Präsenz an der Universität erforderlich ist, hängt von der jeweiligen Fakultät ab. In der Regel müssen Sie für folgende Anlässe vor Ort sein:

  • Erstes persönliches Kennenlernen mit dem Betreuer
  • Doktorandenkolloquien (je nach Fakultät)
  • Die Disputation

Sprechstunden finden zunehmend per Videokonferenz statt, was externen Promovierenden entgegenkommt.


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Meist gestellte Fragen

Was bedeutet externe Promotion?
Eine externe Promotion bedeutet, dass Sie Ihre Dissertation außerhalb einer Universität anfertigen, in der Regel neben Ihrem regulären Beruf. Die Betreuung durch einen Doktorvater oder eine Doktormutter an einer Universität bleibt verpflichtend.
Welche Voraussetzungen brauche ich für eine externe Promotion?
Sie benötigen in der Regel einen Master-, Diplom- oder Magisterabschluss. Einige Universitäten ermöglichen unter bestimmten Bedingungen auch die Promotion mit einem Bachelorabschluss. Zusätzlich brauchen Sie ein Exposé und einen Betreuer an einer Universität.
Wie oft muss ich bei einer externen Promotion an die Uni?
Die Präsenzpflichten variieren je nach Fakultät. In der Regel müssen Sie für das erste Kennenlernen mit dem Betreuer, gegebenenfalls für Doktorandenkolloquien und für die Disputation vor Ort sein. Sprechstunden finden zunehmend per Videokonferenz statt.
Was sind die Vor- und Nachteile einer externen Promotion?
Vorteile sind volle zeitliche Flexibilität, Weiterführung der Karriere und finanzielle Unabhängigkeit. Herausforderungen sind der höhere Bedarf an Selbstdisziplin, weniger direkter Austausch mit dem Betreuer und die mögliche Isolation von der akademischen Gemeinschaft.
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