Externe Promotion: Voraussetzungen, Ablauf und Tipps
Alles über die externe Promotion in Deutschland – Voraussetzungen, Unterschiede zur internen Promotion und praktische Tipps für externe Promovierende.
Was bedeutet externe Promotion?
Eine externe Promotion bedeutet, dass Sie Ihre Dissertation außerhalb einer Universität oder eines Forschungsinstituts anfertigen. Sie sind nicht als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt, sondern promovieren in der Regel neben Ihrem regulären Beruf. Die Betreuung durch einen Doktorvater oder eine Doktormutter an einer Universität bleibt dennoch verpflichtend.
Diese Form der Promotion wird in Deutschland immer beliebter – besonders unter Berufstätigen, die sich weiterqualifizieren möchten, ohne ihre Karriere zu unterbrechen.
Externe vs. interne Promotion
Interne Promotion
Bei einer internen Promotion sind Sie an einer Universität oder einem Forschungsinstitut angestellt, meist als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Sie arbeiten eng mit Ihrem Betreuer zusammen, nehmen an Kolloquien teil und sind in den Forschungsalltag eingebunden.
Externe Promotion
Als externer Promovierender arbeiten Sie weitgehend selbstständig und eigenverantwortlich. Der Kontakt zum Betreuer ist lockerer, die zeitliche Flexibilität dafür größer. Sie bestimmen selbst, wann und wo Sie an Ihrer Dissertation arbeiten.
Vor- und Nachteile der externen Promotion
Vorteile:
- Volle zeitliche Flexibilität
- Weiterführung der beruflichen Karriere
- Finanzielle Unabhängigkeit durch Berufstätigkeit (mehr dazu unter Promotion Kosten)
- Praxisnahe Themen möglich
Herausforderungen:
- Höherer Bedarf an Selbstdisziplin
- Weniger direkter Austausch mit dem Betreuer
- Isolation von der akademischen Gemeinschaft
- Längere Promotionsdauer möglich
Voraussetzungen für eine externe Promotion
Formale Voraussetzungen
Die formalen Voraussetzungen unterscheiden sich nicht von einer internen Promotion. Sie benötigen in der Regel einen Master-, Diplom- oder Magisterabschluss. Einige Universitäten ermöglichen unter bestimmten Bedingungen auch die Promotion mit einem Bachelorabschluss oder dem Diplom einer Fachhochschule.
Zulassungsverfahren
Jede Universität hat eigene Promotionsordnungen, die das Zulassungsverfahren regeln. In der Regel müssen Sie ein Exposé einreichen, einen Betreuer finden und von der zuständigen Fakultät angenommen werden.

Der Ablauf einer externen Promotion
Phase 1: Vorbereitung
Themenfindung, Literaturrecherche und Exposé-Erstellung bilden den Grundstein. In dieser Phase sollten Sie auch aktiv nach einem passenden Betreuer suchen.
Phase 2: Zulassung
Nach der Zusage eines Betreuers bewerben Sie sich formal bei der Fakultät. Die Zulassung umfasst die Prüfung Ihrer akademischen Qualifikationen und Ihres Exposés.
Phase 3: Forschung und Schreiben
Die eigentliche Arbeit an Ihrer Dissertation. Als externer Promovierender organisieren Sie sich weitgehend selbst. Regelmäßige Treffen oder Videokonferenzen mit Ihrem Betreuer sorgen dafür, dass Sie auf Kurs bleiben.
Phase 4: Einreichung und Begutachtung
Nach Fertigstellung reichen Sie Ihre Dissertation bei der Fakultät ein. Zwei oder mehr Gutachter bewerten Ihre Arbeit.
Phase 5: Disputation
Die mündliche Verteidigung Ihrer Dissertation findet vor Ort an der Universität statt. Nach erfolgreichem Bestehen wird Ihnen der Doktorgrad verliehen.
Präsenzpflichten für externe Promovierende
Wie viel Präsenz an der Universität erforderlich ist, hängt von der jeweiligen Fakultät ab. In der Regel müssen Sie für folgende Anlässe vor Ort sein:
- Erstes persönliches Kennenlernen mit dem Betreuer
- Doktorandenkolloquien (je nach Fakultät)
- Die Disputation
Sprechstunden finden zunehmend per Videokonferenz statt, was externen Promovierenden entgegenkommt.
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Jetzt anfragenMeist gestellte Fragen
Was bedeutet externe Promotion?
Welche Voraussetzungen brauche ich für eine externe Promotion?
Wie oft muss ich bei einer externen Promotion an die Uni?
Was sind die Vor- und Nachteile einer externen Promotion?
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