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Formatierung der Dissertation: Richtlinien, Tools und Tipps

Der vollständige Leitfaden zur Formatierung Ihrer Dissertation – von Seitenrändern über Zitationsstile bis zu Abbildungsverzeichnissen.

Dr. Johannes Weigl Aktualisiert am 01. März 2025

Warum die Formatierung so wichtig ist

Die Formatierung Ihrer Dissertation ist mehr als kosmetische Arbeit. Eine saubere, einheitliche Formatierung signalisiert wissenschaftliche Sorgfalt und erleichtert der Prüfungskommission das Lesen. Umgekehrt können Formatierungsfehler einen unprofessionellen Eindruck hinterlassen – selbst wenn der Inhalt exzellent ist.

Viele Promovierende unterschätzen den Aufwand für die Formatierung und beginnen damit erst kurz vor der Abgabe. Das führt zu Stress und vermeidbaren Fehlern. Besser ist es, von Anfang an eine saubere Formatierungsvorlage zu verwenden.

Die Vorgaben Ihrer Universität

Promotionsordnung prüfen

Jede Universität und jeder Fachbereich hat eigene Formatierungsvorgaben. Diese finden Sie in der Promotionsordnung oder in separaten Richtlinien Ihres Fachbereichs. Prüfen Sie diese Vorgaben frühzeitig und gründlich – nichts ist ärgerlicher, als kurz vor der Abgabe die gesamte Formatierung ändern zu müssen.

Typische Vorgaben

  • Seitenränder: Meist 2,5 cm an allen Seiten, manchmal links breiter für die Bindung
  • Schriftart und -größe: Häufig Times New Roman oder Arial in 12pt
  • Zeilenabstand: In der Regel 1,5-fach
  • Seitenzahlen: Position und Zählweise (ab welcher Seite)
  • Kapitelüberschriften: Formatierung, Nummerierung und Abstände
  • Fußnoten: Schriftgröße, Position und Formatierung

Zitationsstile

APA (American Psychological Association)

Weit verbreitet in den Sozialwissenschaften und der Psychologie. Zitiert wird mit Autorname und Jahreszahl im Text, das Literaturverzeichnis wird alphabetisch sortiert.

Harvard-Stil

Ähnlich wie APA, mit geringfügigen Unterschieden in der Formatierung des Literaturverzeichnisses. In den Wirtschaftswissenschaften verbreitet.

Vancouver-Stil

Standard in der Medizin und den Naturwissenschaften. Quellen werden nummeriert und im Text mit Nummern in eckigen Klammern referenziert.

Fußnotenzitation

In den Geisteswissenschaften und Jura verbreitet. Quellen werden in Fußnoten angegeben, oft nach dem Chicago Manual of Style.

Die goldene Regel

Welchen Stil Sie auch verwenden – Konsistenz ist das Wichtigste. Mischen Sie niemals verschiedene Zitationsstile in einer Arbeit.

Pflichtbestandteile einer Dissertation

Verzeichnisse

  • Inhaltsverzeichnis: Automatisch generiert, mit korrekten Seitenzahlen
  • Abbildungsverzeichnis: Alle Abbildungen mit Nummer, Titel und Seitenzahl
  • Tabellenverzeichnis: Analog zum Abbildungsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis: Alphabetisch sortiert, alle verwendeten Abkürzungen
  • Literaturverzeichnis: Alle zitierten Quellen im gewählten Zitationsstil

Eidesstattliche Erklärung

Fast jede Universität verlangt eine eidesstattliche Erklärung, in der Sie versichern, die Arbeit selbstständig verfasst zu haben. Den genauen Wortlaut gibt Ihre Universität vor.

Formatierungstools für die Dissertation – Word und LaTeX

Tools für die Formatierung

Microsoft Word

Das meistverwendete Tool. Nutzen Sie konsequent Formatvorlagen für Überschriften, Fließtext und Zitate. Erstellen Sie Verzeichnisse automatisch über die eingebauten Funktionen. Tipp: Arbeiten Sie von Anfang an mit einer Dokumentvorlage.

LaTeX

Besonders in den Naturwissenschaften und der Informatik beliebt. LaTeX trennt Inhalt und Formatierung konsequent und liefert typografisch hochwertige Ergebnisse. Die Lernkurve ist steiler, aber für mathematische Formeln und komplexe Layouts ist LaTeX unübertroffen.

Literaturverwaltung integrieren

Verknüpfen Sie Ihr Literaturverwaltungsprogramm (Citavi, Zotero, Mendeley) direkt mit Ihrem Textverarbeitungsprogramm. So werden Quellenangaben automatisch im richtigen Stil formatiert und das Literaturverzeichnis aktualisiert sich von selbst.

Häufige Formatierungsfehler

  • Manuelle Formatierung: Überschriften von Hand formatieren statt Formatvorlagen zu nutzen
  • Inkonsistente Abstände: Unterschiedliche Abstände vor und nach Überschriften
  • Seitenumbrüche vergessen: Kapitel, die mitten auf einer Seite beginnen
  • Falsche Verzeichnisse: Nicht aktualisierte Inhalts- oder Abbildungsverzeichnisse
  • Unterschiedliche Schriftarten: Versehentlich eingefügte Textpassagen in anderer Schrift
  • Fehlerhafte Seitenzahlen: Besonders bei unterschiedlicher Zählung von Vorspann und Hauptteil

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Meist gestellte Fragen

Welche Formatierungsvorgaben gelten für meine Dissertation?
Jede Universität und jeder Fachbereich hat eigene Vorgaben, die in der Promotionsordnung oder separaten Richtlinien festgelegt sind. Typische Vorgaben betreffen Seitenränder, Schriftart und -größe, Zeilenabstand, Seitenzahlen und Kapitelformatierung.
Welches Tool eignet sich am besten für die Formatierung?
Microsoft Word ist das meistverwendete Tool und eignet sich für die meisten Fachbereiche. LaTeX ist besonders in Naturwissenschaften und Informatik beliebt und liefert typografisch hochwertige Ergebnisse, besonders bei mathematischen Formeln.
Was sind die häufigsten Formatierungsfehler in Dissertationen?
Die häufigsten Fehler sind manuelle statt automatischer Formatierung, inkonsistente Abstände, fehlende Seitenumbrüche bei Kapiteln, nicht aktualisierte Verzeichnisse, unterschiedliche Schriftarten und fehlerhafte Seitenzahlen.
Welchen Zitationsstil sollte ich verwenden?
Der Zitationsstil richtet sich nach Ihrem Fachbereich: APA für Sozialwissenschaften, Vancouver für Medizin, Fußnotenzitation für Geisteswissenschaften und Jura. Das Wichtigste ist absolute Konsistenz innerhalb der gesamten Arbeit.
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